Las Palmas de Gran Canaria

Las Palmas de Gran Canaria verdient ein Extrakapitel, einmal weil sie eine der Hauptbühnen der Geschichte des Archipels ist, zum anderen aufgrund ihrer hohen Bevölkerungszahl, die höchste des Archipels. Außerdem ist die Stadt das wirtschaftliche Zentrum der Kanaren.

Las Palmas de Gran Canaria, das heute eine Fläche von 100,55 Quadratkilometern einnimmt, wurde am 24. Juni 1478 von Juan Rejón, zu guter Letzt der Urheber der Eroberung Gran Canarias, gegründet. Für die kastilianischen Eroberer war diese Stadt ihr erstes Bollwerk im Atlantik. Das Gründungsviertel ist Vegueta, die Altstadt, wo sich auch die Kathedrale befindet, mit deren Bau man 1599 begann. Einen obligatorischen Besuch verdient in der Altstadt auch das Kolumbushaus oder Casa de Colón, das den Aufenthalt des Admirals auf dieser Insel im Jahre 1492 vor seiner Entdeckungsreise zur Neuen Welt bezeugt. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Kanarische Museum (mit der größten Sammlung der Insel an altkanarischen Funden), die Plaza de Santa Ana, das historische Provinzarchiv oder die Kirche von Santo Domingo. Die Brücke zur Gegenwart bildet in diesem historischen Viertel Vegueta das Atlantische Zentrum Moderner Kunst. Die Fußgängerzone Calle de Triana ist heute eine wichtige Einkaufszone mit vielen attraktiven Geschäften und Boutiquen. Die klassischen Gebäudefassaden, die jahrelang in Vergessenheit geraten waren, kommen heute wieder zur Geltung.

Las Palmas de Gran Canaria

Las Palmas de Gran Canaria ist zu beiden Seiten von den Stränden Las Canteras und Las Alcaravaneras umsäumt. Der letztere liegt parallel gegenüber dem Hafen Puerto de La Luz y Las Palmas, der vierte Hafen Spaniens. Beide Strände umranden den Isthmus der Halbinsel La Isleta, und genau hier ist auch der derzeitige wirtschaftliche und finanzielle Kern der Inselhauptstadt.

Der Strand Las Canteras ist die größte touristische Attraktion der grancanarischen Hauptstadt. Mit seinen 3,5 Kilometern Länge ist Las Canteras die größte Lunge der Stadt. Ein natürliches Riff, das vor der starken Nordbrandung Schutz gewährt, verleiht diesem hellsandigen Strand ein einmaliges Aussehen. Dadurch ist diese Küstenzone ideal zum Baden und auch für den Wassersport geeignet. In der Nordzone, die hier als “La Cicer” bekannt ist, endet das natürliche Riff und die Brandung ist wesentlich stärker, was zum Surfen ideal ist.

Zwischen der Hafenzone und der Altstadt Vegueta liegt eins der emblematischsten Viertel von Las Palmas de Gran Canaria, das auch ein klares Beispiel für die verschiedenen architektonischen Stile der Stadt ist. Es handelt sich um Ciudad Jardín, die Gartenstadt. Hier zeugen die Villen im Kolonialstil von der einstigen Präsenz der Engländer auf der Insel.