Ureinwohner/Höhlenwohnungen
Im Osten von Gáldar finden Sie die wohl beeindruckendste Hinterlassenschaft der Urkanarier, der Cenobio de Valerón. Ein großzügiges Höhlensystem mit mehreren Etagen, die durch Pfade und Treppen miteinander verbunden sind, wurde in den leicht zu bearbeitenden Tuffstein gehauen. Bis heute kann niemand mit Gewissheit sagen, ob es sich um eine Art Jungfrauenkloster oder ein großes Vorratslager handelte. Man kann gegen Eintritt zwar in die Nähe der Höhlen gehen, darf Sie aber nicht betreten.
Im Barranco von Guayadeque befinden sich Höhlenwohnungen und eine Höhlenkirche. In der kleinen Bodega können Sie darum bitten, sich die Kirche aufschließen zu lassen. Gegen Trinkgeld geben die meisten Bewohner gerne eine kleine Vorführung Ihrer Höhlenwohnungen. Obwohl die Regierung den Bewohnern “richtige” Wohnungen anbietet, bleiben die meisten doch.
Es wohnt sich sogar sehr angenehm in den Höhlenwohnungen, die durch eine erstaunlich gute Isolierung überraschen. Die Temperatur bleibt ständig bei etwa 19 Grad Celsius. Inzwischen sind fast alle Höhlenwohnungen gut eingerichtet und Stromanschluss ist vorhanden. Da das Vieh ebenfalls in Höhlen gehalten wird, müssen die Bewohner neben ihrem eigenen Lebensbedarf auch das Futter nach oben zu den Höhlen tragen. Am Ende des Barrancos gibt es ein beliebtes Höhlenrestaurant. Einige Höhlenwohnungen, insbesondere die in der Region Artenara und San Mateo können von Touristen gemietet werden.


